Emil Böhme

Emil Böhme

Am 27. Juli 1873 wird Emil Böhme als 4. Kind der Frau Adeline Böhme vormittags 10:00 Uhr geboren. In der Stadtkirche zu Eisenberg wird er am 28. August getauft. In seiner Heimatstadt besucht er die Volksschule und erlernt hier den Beruf eines Porzellanmalers in der Fabrik von G. W. Kunze. Schon in seiner Lehrzeit tritt Emil Böhme in den Ortsverein der Porzellanarbeiter ein, dessen Vorsitzender er für einige Zeit auch ist. 1893 wird in Eisenberg ein Arbeiter-Bildungsverein gegründet. Emil Böhme ist Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Vereins.

Wegen seiner politischen Arbeit und gewerkschaftlichen Betätigung wird Emil Böhme gemaßregelt und sein Arbeitgeber entlässt ihn. Er eröffnet einen Zigarrenhandel in Eisenberg und wird später Zigarrenfabrikant in Hartmannsdorf.

Als 1895 in Eisenberg ein Gewerkschaftskartell gegründet wird, wählt man Emil Böhme zum Vorsitzenden. 1899, also bereits im Alter von 26 Jahren, wird Emil Böhme Stadtverordneter in Eisenberg. Nur ein Jahr später wird Emil Böhme Vorsitzender des neu gegründeten sozialdemokratischen Vereins für Eisenberg und Umgebung.

Durch das Vertrauen der Arbeiterschaft wird er 1907 in den Landtag des Herzogtums Sachsen-Altenburg gewählt. Nach der Zentralisation des Westkreises im Jahr 1908 wird er 1909 Bezirksleiter dieses Kreises.

Im November 1918 wird auch in Eisenberg ein Arbeiter- und Soldatenrat gegründet. Emil Böhme wird aufgrund seiner politischen Erfahrungen Vorsitzender des Rates.

Am 26. Januar 1919 findet die Wahl zur Altenburger Landesversammlung statt. Emil Böhme erhält ein Mandat und ist stimmführendes Mitglied im Staatsministerium und zugleich Leiter der Wirtschaftsabteilung.

Im Jahre 1922, nach der neuen Kreiseinteilung, ernennt man Emil Böhme zum Kreisdirektor (Landrat) des neu gebildeten Altenburger Landkreises, nachdem er vorher mit der Leitung der Landespolizei beauftragt worden war.

Am 08. Juli 1930 erliegt Emil Böhme abends 22:00 Uhr einem Nervenleiden und verstirbt in Altenburg. Im Volkshaus Altenburg findet am 13. Juli 1930 die Trauerfeier statt.

Links: >> Ausführlicher Text über das Leben Emil Böhmes

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