Das Mühltal stellt eines der reizvollsten Täler Thüringens zwischen Eisenberg, Bad Klosterlausnitz und Weißenborn dar. Von den einst elf als Mahl,- Walk- und Schneidemühlen betriebenen Objekten, deren Geschichte teilweise bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, werden heute noch 8 Mühlen gastronomisch genutzt. Die Mühlen folgen einander fast in Rufweite, doch gibt es zwischen Naupolds- und Meuschkensmühle eine größere Lücke, denn hier sind 2 Mühlen verschwunden.
Nur die Namen der Mühlen erinnern daran, dass das Wasser des Raudenbaches (Rauda) elf Wasserrräder hat treiben müssen, ein echter Mühlenbetrieb existiert nicht mehr, die Mühlgräben sind zum großen Teil verfallen, zugeschüttet oder nicht mehr in Betrieb.
Jedoch wird von den Besuchern immer wieder bedauert, dass von den einstigen Mühlen keine mehr in Funktion zu sehen sind.
Deshalb wurde im Verein im Rahmen einer SAM (2001) die Mühlen des Mühltals im Maßstab 1 : 20
um 1900 nachgebildet. Wohin mit den mit viel Liebe zum Detail gebauten Modellen? Aus dieser Überlegung heraus entwickelte sich die Idee, einen Mühltal Erlebnispark auf dem Gelände der Robertsmühle entstehen zu lassen und damit das Individuelle und Unverwechselbare des Eisenberger Mühltals darstellen zu können. Im Park werden nicht nur Mühlenmodelle gezeigt, sondern auch das Leben der Leute im Tal um 1900 vermittelt. Niemand kann heute mehr persönlich Aufschluss darüber geben. Nur durch intensive Recherchen in den Kreis- und Staatsarchiven sowie die gesammelten Unterlagen von betagten Heimatforschern war es möglich Informationen darüber zu erlangen und anschaulich für den Mühlenpark aufzubereiten. Die Anordnung der Mühlen erfolgt so, dass Wegeführung und Standorte der Modelle das Mühltal wieder erkennen lassen. Leider ist es heute so, dass die technischen Zeitzeugen überwiegend zweckentfremdet genutzt werden. In dem Park werden kleine und große Besucher in die Vergangenheit zurück versetzt. |