Eisenberg / Thüringen

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Nach Eisenberg eingemeindete Orte

Friedrichstanneck

Der Ort Friedrichstanneck wurde früher nur als Tanneck bezeichnet. Erst 1731 wurde auf Befehl des damaligen Herzogs Friedrich II. von Sachsen-Gotha die Gemeinde in Friedrichstanneck umbenannt. Zu dieser Zeit ist das schon lange bestehende Vorwerk in ein Rittergut umgewandelt worden. Bereits im 14. Jahrhundert soll entweder der sächsische Markgraf Albrecht der Unartige oder Friedrich der Gebissene einen seiner Ritter Tanneck zur Belohnung geschenkt haben. Die Herkunft des Namens ist ungewiss. Entweder ist er deutschen Ursprungs und bedeutet ‚Ecke des Tannenwaldes' oder er stammt aus dem Wendischen und bedeutet Tanne und Eck, wobei der Ausdruck Eck hierbei für Burg steht. Schon 1569 gehörte Tanneck zur Parochie (Pfarrgemeinde) Eisenbergs. Im Jahr 1673 gab es neben dem Vorwerk nur 7 weitere Häuser. 1842 gab es bereits 33 Häuser und 182 Einwohner, 1901 schließlich 283 Einwohner. Der Ort Friedrichstanneck war zu Beginn des vorigen Jahrhunderts eine beliebte Sommerfrische für Erholungssuchende und einer der gesündesten Orte im Raum Eisenberg. 1923/1924 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Eisenberg.
Das 2002 nach umfassender Rekon-
struktion neu eröffnete Freibad befindet sich auf Friedrichstannecker Flur
Gesamtansicht der Gemeinde Fried-
richstanneck mit Detailansichten von
See und Turm

Saasa

Der Ort Saasa wurde bereits 1281 urkundlich erstmalig erwähnt. Der Name ist wendischen Ursprungs und taucht in Urkunden als Saza, Sazsa, Sasza oder auch Sase auf. Die Bedeutung erschließt sich aus dem slawischen saasadais, was soviel wie ‚im Hintergrund befindlich' heißt. 1494 wird Saasa Eisenbergisches Amtsdorf, indem es in diesem Jahr Ludwig von Sommerlatte, der es damals besaß, an den Landesfürsten verkaufte und denselben die Untertanen überwies. Wie auch Friedrichstanneck gehört auch Saasa zur Parochie Eisenberg. 1662 besaß Saasa außer dem Forsthaus und der Schule 27 Wohnungen, 1842 konnten 37 Wohnstätten mit 211 Einwohnern gezählt werden und 1901 waren es 246 Einwohner. Das schon erwähnte Forsthaus war der Sitz des Oberförsters für das dem Staate zugehörige Forstrevier. Es wurde 1836 neu errichtet. Am 01. April 1964 wurde Saasa nach Eisenberg eingemeindet.
Das 1836 errichtete Forsthaus erstrahlt in neuem Glanz
Gesamtansicht der Gemeinde Saasa mit
Detailansichten von Schule und Gasthof

Kursdorf

Der Name Kursdorf, in früheren Zeiten auch als Conradisdorf oder Conradsdorf bezeichnet, wird abgeleitet von Conrad, dass man auf Curt oder Kurt verkürzte. Daher dann der Name Curtsdorf oder Cursdorf/Kursdorf. Erstmalig wird der Ort in einer Urkunde von 1268 erwähnt. Die Kursdorfer Flur umfasst ca. 397 ha. Die an beiden Seiten des Malzbaches gelegene Gemeinde zählte 1842 128 Einwohner in 28 Anwesen, 1901 konnten 172 Einwohner verzeichnet werden und 1961 waren es 311 Einwohner. Der Eisenberger Hofmaurer Baumgarten baut 1840 eine Brücke über den Malzbach. Wie Friedrichstanneck und Saasa gehörte auch Kursdorf zur Parochie Eisenberg. 1851 wurde eine neue Dorfordnung eingeführt. Kursdorf wurde im März 1994 nach Eisenberg eingemeindet.
Privates Wohnhaus am Mühltals-eingang

Gesamtansicht der Gemeinde Kursdorf
mit einer Detailansicht des Gasthofes

Letzte Aktualisierung: 17.02.2017