Vorbereitung zum Projekt "230 Jahre Eisenberger Porzellan"
Die engagierten Heimatforscher und Privatsammler Marcus Behnsen-Herbach und Thomas Haase waren schon länger auf Ideensuche, wie sie Teile ihrer umfangreichen Sammlungen für eine breiten Öffentlichkeit sichtbar machen können. Ein Anlass war schnell gefunden: die Gründung der ersten Porzellanfabrik vor 230 Jahren.
Gemeinsam mit Thomas Dummin (Eisenberger Kunstverein e. V.), Christine Daum (Eisenberger Innenstadt Initiative e. V.), Nicole Schäufler (ART DECO-Museum), Finn Gemser (Privatsammler), Steffi Hirschfeld (Stadtmuseum Eisenberg) und Nadine Fellmuth (Stadtarchiv Eisenberg) wurde das Konzept des „Krippenweges“ von 2021 wieder aufgegriffen und die Planung einer Schaufensterausstellung in der Eisenberger Innenstadt begonnen.
Am 12. März 2026 trafen sich die Initiatoren und Bürgermeister Michael Kieslich zur Gestaltung des ersten Schaufensters auf dem Steinweg. In „von Thaler`s Geheimtipp“ sind jetzt die ersten Ausstellungsstücke aufgebaut. Es folgen bis zur offiziellen Eröffnung am 11. April 2026 noch 14 weitere Schaufenster, sowie eine Vitrine im Innenbereich der Stadtbibliothek. Präsentiert werden nicht nur Gebrauchsporzellan, sondern auch Original Werbestücke, Jubiläumsanfertigungen, zahlreiche Fotos und Hintergrundinformationen zu den großen Porzellanfabriken.
Bürgermeister Michael Kieslich unterstützt das Projekt und unterstreicht die Bedeutung ein Alleinstellungsmerkmal des früheren Wirtschaftslebens der Stadt Eisenberg in Erinnerung zu rufen, erlebbar und sichtbar zu machen. Der 11. April als Tag der Eröffnung sei nicht zufällig gewählt: Zum einen ist am 11. April der Tag des Thüringer Porzellans, des Weiteren findet an diesem Tag auch der Eisenberger Frühlingsmarkt statt. Die Schaufensterausstellung wird bis Ende Mai laufen und endet mit dem Eisenberger Mohrenfest.
Für den Eröffnungstag am 11. April 2026 sind zahlreiche Aktionen geplant: Im Eisenberger Kunstverein e. V. können Kinder unter fachkundiger Anleitung Porzellan bemalen, die Eisenberger Innenstadt Initiative e. V. startet die Eisenberger Porzellanrallye, Nadine Fellmuth und Thomas Haase bieten Führungen durch die Schaufensterausstellung an (Anmeldung bis 10. April 2026 erforderlich im Stadtarchiv unter 036691/ 73461 oder archiv@rathaus-eisenberg.de), Frau Schäufler öffnet die Ausstellung im ART DECO Museum und Cafés der Innenstadt bieten Köstlichkeiten im historischen Ambiente an. Aber auch über den 11. April hinaus sind Führungen geplant, Erzählcafés mit ehemaligen Porzellinern und vieles mehr.
Die Initiatoren bedanken sich bei allen, die dazu beitragen, dass das Projekt „230 Jahre Eisenberger Porzellan“ in einem würdigen Rahmen umgesetzt werden kann. Ein besonderer Dank gilt den Geschäftsinhabern, die ihre Schaufenster zu Verfügung stellen werden.
Die Geschichte der Eisenberger Porzellanfabriken weißt aber auch eine kleine Lücke auf. 1869 gründeten Gustav Wilhelm Kunze und Karl Friedrich Kunze die Porzellanfabrik Gebrüder Kunze. Bis 1929 wurden hier Gebrauchskeramik und Blumentöpfe produziert. Leider sind nachweislich kaum Stücke dieser Firma überliefert und auch die Markung K P M nicht belegt. Falls Sie Informationen zu dieser Firma besitzen oder auch Produkte kennen, wenden Sie sich bitte an das Stadtmuseum oder das Stadtarchiv. Sie können so helfen, das Bild der Entwicklung des Eisenberger Porzellans zu vervollständigen.


